Bildung

Auf der Grundlage des Niedersächsischen Bildungsplanes setzt die Einrichtung Bildung für Kinder um. Bildungsangebote differenzieren die Fachkräfte nach Alter und Entwicklung der Kinder. Die Planung der Bildungsangebote basiert auf Beobachtung, der übergeordneten festgelegten Jahresplanung und dem Ablauf des Kirchenjahres. Die Fachkräfte verstehen Kinder als geborene Lerner und kompetente Akteure ihres Lernens. In gemeinsamer Interaktion, im sozialen Miteinander und im ko-konstruktiven Dialog findet Bildung statt. Kinder entdecken Sinnzusammenhänge und verinnerlichen Bildungsinhalte.

Bildung in der Kindertageseinrichtung geschieht durch die Verknüpfung der vier Ebenen Motorik, Emotion, soziales Miteinander und Kognition. Sie hat zum Ziel, die Handlungskompetenz der Kinder ganzheitlich zu fördern.

Die Bildungsziele werden kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt.

Betreuung

Die Betreuung erfolgt unter Einhaltung der gesetzlichen Aufsichtspflicht und des Betreuungsvertrages. Als Einrichtung und Kirchengemeinde entsprechen wir dem Betreuungsbedürfnis der Kinder durch verlässliche Bezugspersonen, eine gesicherte Vertretungsregelung, klare Zeitstrukturen und einer vertrauensvollen Atmosphäre. Grundlage des pädagogischen Handelns ist die systematische, dokumentierte Beobachtung der Kinder. Auf der Basis so gewonnener Erkenntnisse werden Erziehungs- und Förderprozesse begleitet und entwickelt, überprüft und gegebenenfalls verändert. Aufmerksames Zuhören und Fragen hilft den Fachkräften, Planungsprozesse zu gestalten und so Interessen und Bedürfnisse der Kinder kennenzulernen und angemessen zu berücksichtigen.

Kompetenzerwerb

Personale Kompetenz

Wege der Umsetzung

 

  • Die Kinder erleben eine aufgeschlossene, zugewandte, respektvolle Atmosphäre und erfahren Wertschätzung und Anerkennung ihrer Person.
  • Bei der Bewältigung von schwierigen Situationen unterstützen die Fachkräfte die Kinder und stärken  das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
  • Die Kinder dürfen neugierig und spontan handeln, Fehler machen und den Einfluss des eigenen Handelns erfahren.
  • Die Kinder haben Raum und Zeit zum Handeln und Erfahrungen sammeln.
  • Kritik und Wünsche der Kinder werden ernst genommen und im Einzelgespräch oder in Kreisen besprochen.
  • Die Kinder lernen sich selber und ihre Wirkung auf andere kennen und anzunehmen.
  • Die Kinder haben ihre festen Gruppen und ihre festen Bezugserzieher*innen.
  • Der Tagesablauf ist strukturiert und transparent.
  • Die pädagogischen Angebote sind situationsorientiert.

 

Soziale Kompetenz

Wege der Umsetzung

 

  • Die Kinder lernen im täglichen Miteinander, im Spiel und bei ihnen gestellten Aufgaben für sich und andere Aufgaben zu übernehmen.
  • Aufgaben, wie Tischdienste, Aufräumen, die Größeren helfen den Kleinen, lassen die eigene Kompetenz spüren.
  • Das Kind wird befähigt, durch gemeinsam erarbeitete Regeln und verlässliche Abläufe Vereinbarungen zu tragen und zu halten.
  • Durch den zusätzlichen Umgang mit und das Erleben von externen Mitarbeiter*innen (z.B. „ Erste Hilfe, Vertretung, Lesepaten) wird der Umgang mit „fremden“ Mitmenschen eingeübt.
  • In geleiteten Prozessen lernen die Kinder Konflikte zu lösen oder zu ertragen.

 

Kognitive Kompetenzen und die Freude am Lernen

Wege der Umsetzung

 

  • Wissen wird spielerisch vermittelt. (z. B. das Lernen der Farben und Wochentage)
  • In Gesprächen wird Gelerntes behalten und altersgemäß reflektiert.
  • Lösungen für Probleme (sozial oder sachlich und wissenschaftlich) werden nicht  vorgegeben sondern altersgemäß erarbeitet.
  • Arbeiten und Projekte werden zu Ende geführt, um Konzentration und Ausdauer zu stärken.
  • Bewegungsangebote
  • Experimente
  • Gedächtnistraining durch das Erlernen von Reimen und Liedern, das Spielen von Merkspielen und das Erfinden und Weitererzählen von Geschichten
  • Die Kinder haben die Gelegenheit, sich zu bewegen und alle ihre Sinne und Möglichkeiten zu nutzen, sich die Welt zu erschließen.
  • Freispiel, gegenseitiger Wissensaustausch von Kind zu Kind

Musikerziehung

Wege der Umsetzung

Das Kind gebraucht, bildet und pflegt die Stimme durch:

  • Tägliches Singen
  • Sing- und Kreisspiele
  • Den Kinderchor (Angebot der Kirchengemeinde)
  • Tanzspiele zur Schulung der Körperbewegung
  • Hören und Erkennen von Geräuschen und Klängen
  • Umgang mit Instrumenten
  • Tonmedien
  • Rhythmusgeschichten

Motorik/Bewegung

Wege der Umsetzung

  • Einmal wöchentlich Angebote im Bewegungsraum mit Turn- und Spielmaterial
  • Freispiel auf dem Außengelände
  • Spaziergänge, Waldtage und andere Exkursionen
  • Erlernen lebenspraktischer Kompetenzen wie z.B. das An- und Ausziehen
  • Kreative Angebote wie Kneten, Schneiden, Malen (Stifthaltung), Fädeln
  • Konstruieren mit verschiedenen Materialien
  • Legespiele und Steckspiele, Puzzle und andere Spiele für die Feinmotorik
  • Finger und Kreisspiele
  • Aufräumen und sortieren

Sprache

Wege der Umsetzung

  • Lieder, Reime, Fingerspiele
  • Bilderbuchbetrachtung
  • Bilderbuchnacherzählung
  • Die Fachkräfte handeln als Sprachvorbilder und begleiten ihr Handeln mit Sprache.
  • Rollenspiele
  • Gesprächs- und Singkreise
  • Unterhaltung während der Mahlzeiten
  • Das freie Sprechen vor der Gruppe wird gefördert.

Ernährung

Der Kindertagesstätte und der Kirchengemeinde sind eine gesunde und ausgewogene Ernährung sehr wichtig. Alle Mahlzeiten werden von der Kindertagesstätte gestellt. Dazu gehören Frühstück, Mittagessen und die Knusperpause. Obst, Gemüse, Müsli, Haferflocken sowie Milchprodukte stehen auf dem Speiseplan. Das Mittagessen wird jeden Tag frisch vom im Haus angestellten Koch zubereitet. In der heutigen Zeit, in der sich Unverträglichkeiten und Allergien häufen, wird so individuell auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen.

Bei der Speiseplanerstellung wird auf die Ernährungsempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGFE) geachtet.

Essen ist neben der Nahrungsaufnahme als sinnliches Erlebnis. In familiärer Atmosphäre wird zusammen gegessen. Ein schön gedeckter Tisch, viel Zeit, ein Tischgebet und das Vermitteln der Esskultur gehören dazu.

Religionspädagogik

Kinder stellen existentielle Fragen. Sie sind auf ihre Weise Theologen und Philosophen, die sich ihre Welt erklären. Sie sind auf der Suche nach Orientierung und brauchen dazu Angebote, Anregungen und Ermutigung, selber nachzudenken und Antworten zu finden. Schon von klein auf machen Kinder Grunderfahrungen wie Freude und Trauer, Geborgenheit und Verlassenheit, Vertrauen und Angst. Um eine Orientierung im Leben zu finden, brauchen Kinder die Auseinandersetzung mit religiösen und weltanschaulichen Fragen und Traditionen. Religionspädagogik eröffnet den Kindern einen Weg zum Glauben.

 

Wege der Umsetzung

  • Tischgebete
  • Besuch des Pfarrers in den Gruppen
  • Monatliche in den Gruppen vorbereitete Gottesdienste feiern
  • Christliche Feste begleiten und führen durch das Jahr
  • Christliche Lieder und Geschichten
  • Zuhören und Mitfreuen
  • Religiöse Fragen und Themen zulassen und in Gespräche und Handeln einbeziehen